Hat Donald Trump sein Präsidentenamt Facebook zu verdanken?

In der Vergangenheit ist es schon zu verschiedenen Meldungen gekommen, dass Facebook die privaten Daten seiner Nutzer an Dritte weiterverkauft, und zwar ohne das Wissen der Nutzer.




Vor einigen Tagen wurde nun bekannt, dass die Datenanalysefirma aus Grossbritannien, Cambridge Analytica, an Daten von bis zu 50 Millionen Benutzer mit Hilfe einer Applikation, die von Aleksandr Kogan programmiert wurde, gekommen war.
Diese Daten nutzte Cambridge Analytica dann für eigene Zwecke, unter anderem sollen sie mit den Informationen den Wahlkampf für Donald Trump erleichtert haben.
Mit den Daten von Millionen Facebook Nutzern konnten dann Zielgruppen für Werbekampagnen auf dem sozialen Netzwerk sehr leicht identifiziert werden. So kam es bei vielen Nutzern vor, dass sie während der Zeit des Wahlkampfes im Jahr 2016 haufenweise von Berichten über Donald Trump überschüttet wurden.
Die britische Datenanalysefirma soll Modelle für die Wahlbeteiligung und den Wahlausgang entwickelt haben und Fernsehwerbungen im Wert von 5 Millionen Dollar eingekauft haben, um potenzielle Trump Wähler zu erreichen.
Zudem soll die Firma die Reiseziele von Trump während dem Wahlkampf geplant haben, indem sie analysierten, welche Orte am wichtigsten sind, um die entsprechende Unterstützung zu gewinnen, unter anderem mit Hilfe von den erlangten Facebook Daten.


Wie gewöhnlich bei Facebook-Skandalen, ist die Reaktion von Gründer Mark Zuckerberg die gleiche. Ein langes Schweigen. Mittlerweile hat er sich schon persönlich durch ein Post auf Facebook bei den Nutzern entschuldigt. Er schrieb sein Unternehmen wolle «aus dieser Erfahrung lernen» und eine bessere Sicherheit für die Nutzer gewährleisten.
Das Unternehmen gibt die Schuld am Datenmissbrauch vor Allem der Firma Cambridge Analytica und spricht von einem grossen Vertrauensbruch.  

 

Jophil George

 
 

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